Lange galt digitale Technologie als Motor globaler Demokratisierung und Garant für freien Zugang zu Information. Heute zeigt sich ein anderes Bild: Die digitale Welt ähnelt weniger einem offenen Marktplatz als einer technisch gesteuerten Umgebung, in der die Wahl oft darauf reduziert ist, das zu akzeptieren was angeboten wird — oder außen vor zu bleiben.
g_enesis ist ein Think Tank für digitale Resilienz und Technologiepolitik. Wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen Technologie, Politik und Gesellschaft — analytisch fundiert, institutionell unabhängig.
Digitale Systeme sind keine neutralen Werkzeuge. Hinter jeder Plattform, jeder Infrastruktur und jedem Standard stehen Menschen und Interessen. Unser Ansatz ist es, diese zu verstehen, zu erklären und Entscheidungsräume zu öffnen.
Wir sind überzeugt: Es geht nicht darum, alles neu zu erfinden. Es geht darum, nicht erpressbar zu sein — insbesondere in den tief liegenden Systemen, auf denen unsere Gesellschaft aufbaut.
Das betrifft soziale Netzwerke und öffentliche Kommunikation, Arbeits- und Wertschöpfungsprozesse in Cloud-Infrastrukturen, wissenschaftliche Praxis und Wissensproduktion sowie die Frage, was geistiges Eigentum im Zeitalter generativer KI bedeutet.
Unsere fünf Arbeitsfelder
Plattform-Governance
Regeln für digitale Räume mitgestalten — im Spannungsfeld von Staaten, Unternehmen und Nutzer:innen.
Digitale Souveränität
Gleichgewicht zwischen staatlicher Handlungsfähigkeit und globaler technologischer Integration.
Standards & Normen
Standards mitgestalten, die langfristig Märkte und Machtverhältnisse prägen.
Krisenkoordination
Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren in digitalen Krisen fördern.
Systemübersetzung
Politische, wirtschaftliche und technische Logiken miteinander verbindbar machen.
Europa hat keine Cloud-Strategie.
Es hat siebenundzwanzig.
Resilienz entsteht nicht aus Abschottung — sie entsteht aus dem Mut, eigene Standards zu setzen, und der Klugheit, sie verhandelbar zu halten.
Analyse, die auf technischem Verständnis basiert — nicht auf politischer Narration. Wir sprechen die Sprache der Ingenieure und die der Politik.
Frei von Unternehmensinteressen und politischen Aufträgen. Glaubwürdigkeit ist unsere einzige Währung.
Regeln, die schützen ohne zu lähmen — und Innovation stärken statt bremsen. Wir verstehen den Unterschied.
Technologischer Fortschritt als Mittel gesellschaftlichen Fortschritts — nicht als Selbstzweck oder Machtinstrument.
Szenario-Planung und Foresight-Methoden, verankert in belastbaren Daten. Keine Spekulation ohne Substanz.
Wir suchen den Austausch mit allen Akteuren — Staaten, Unternehmen, Zivilgesellschaft. Wandel entsteht durch Überzeugung, nicht nur durch Regulierung.
Schwerpunkt auf geopolitischen Dimensionen digitaler Infrastruktur und der Analyse von Abhängigkeitsstrukturen in der europäischen Technologiepolitik.
Verbindet diplomatische Praxis mit technologiepolitischer Analyse. Fokus auf institutionellen Wandel, Governance-Architekturen und strategische Kommunikation.
Eine umfassende Bestandsaufnahme der digitalen Abhängigkeitsstrukturen Europas auf den Ebenen Governance, Platform und Infrastructure.
In ArbeitWarum technologische Gesetzgebung regelmäßig an der Realität scheitert — und wie eine an technischer Tiefe orientierte Regulierungspraxis aussehen könnte.
In ArbeitOffizielle Gründung von g_enesis. Aufbau der ersten Forschungsagenda, Etablierung des Board of Advisors und erste Veröffentlichungen, die unsere Position im europäischen Diskurs setzen.
Vertiefung der Forschungspipeline und Aufbau strategischer Partnerschaften. Working Papers, Roundtables und Briefings werden zum festen Format unseres Outputs.
Vollständige operative Reife: Regelmäßige Publikationen, geschlossene Briefings für Entscheidungsträger:innen und etablierte Formate institutioneller Zusammenarbeit. g_enesis als feste Größe im europäischen Resilienz-Diskurs.